Am Mittwoch (19.01.11) hat Märklin die Neuheitenkataloge auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Auch für die Marke LGB gibt es eine Reihe interessanter Neuheiten. Deren Prospekt ist auf der Homepage von LGB in der Rubrik Service als PDF-Datei abrufbar. In wenigen Tagen werden einige neue Modelle erstmals der Fachpresse und dem Handel auf der Internationalen Spielwarenmesse vorgestellt. Highlights sind die beiden sächsischen Schmalspurloks IK und IIK.

Mit 68 Seiten zeigt der Neuheitenkatalog wieder einen gestiegenen Umfang. Einige der vorgestellten Modelle sind aber Neuauflagen älterer Modelle. Mit den Neuheiten zeigt sich, dass Märklin mit seiner Marke LGB auf drei Segmente zu setzen scheint: Neben den deutschen Schmalspurbahnen sind es schweizerische und amerikanische Fahrzeuge, die unter den Neuheiten zu finden sind.

Zum Jahreswechsel hatte bereits Piko seine Neuheiten 2011 veröffentlicht. Das Modell des deutschen Krokodils, der BR 194, ist dort das Highlight unter den Neuheiten. Neu sind auch die vierachsigen Personenzugwagen vom Typ Bnb, die so genannten Silberlinge. Eine amerikanische Tenderlokomotive der Rio Grande rundet die Pallette der Formneuheiten bei Piko ab. Außerdem gibt es auch hier mehrere bekannten Modelle in neuen Varianten, wie die BR 218 in City-Bahn-Lackierung.

Mit Holz beladener Waldbahntruck

Mit Holz beladener Waldbahntruck

Mit ein wenig Verspätung traf vor ein paar Wochen das Paket von Champex-Linden ein. Inhalt: Ein Waldbahntruck, der von der Firma Zeunert gebaut und vom Nievenheimer Fachhändler vertrieben wird. Die sonnigen Herbsttage boten eine ideale Gelegenheit das Modell zu testen. Damit dies in einer angemessenen Umgebung passierte, wurde eine “amerikanische” Gartenbahnanlage gewählt.

Der ersten Eindruck beim Auspacken des Kartons fällt positiv aus. Die beiden Drehschemelgestelle sind sehr Detail getreu. Durch die Metallachsen liegen die beiden Zweiachser schwerer in der Hand, als man es nächst zuvermutet. Dies wirkt sich auch beim Praxistest auf den Gleisen aus. Zunächst müssen die beiden Drehschemel mit einer (beiliegenden) Kuppelstange zu dem Waldbahntruck zusammengefügt werden. Zudem liegen zwei Haken bei, mit denen die Flaschenöffnerkupplungen ergänzt werden können. Mehr Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand ist nötig, um die Metallketten an den Rungen zu öffnen, damit das Ladegut platziert werden kann. Beladen mit einigen “Baumstämmen” geht es auf die Strecke. Dort zeigen sich die Qualitäten des Modells.

Die Metallradsätze und das Gewicht der Ladung sorgen für einen sicheren Lauf des Modells. Und auch der Sound des typischen Klackens an den Schienenstößen lassen den Gartenbahner erfreut aufhorchen. Nach den ersten Proberunden folgt einer erster Fahrtrichtungswechsel. Bewährt sich der Waldbahn-Truck auch wenn er geschoben wird? Die erste Weiche nähert sich, deren Zunge von den kleinen Metallrädern aufgeschnitten werden muss. Keine Problem für das Modell, das sicher in der Spur bleibt. Fazit: Der neue Waldbahntruck hat diesen Praxistest erfolgreich bestanden und wird nicht nur den Fans amerikanischer Waldeisenbahnen sicherlich Freude bereiten. Auch der Preis des Modells ist mit knapp 50,- Euro angemessen.  Ein kleiner Haken ist die Kupplung. Gerade, wer mit amerikanischen Modellen fährt, wird die entsprechende Klauenkuppung vermissen. Diese lässt sich zwar mit handwerklichem Geschick nachrüsten, bremst aber ein wenig die schnelle Fahrfreude nach dem Auspacken.

Als Neuheit bringt Champex-Linden (CL) ab Ende Mai 2010 zwei Drehschemelwagen heraus, deren Vorbild auf vielen europäischen Waldbahnen zum Einsatz kam. Die “Waldbahn-Trucks” werden von ZT-Modellbahnen in Schwaben produziert und exklusiv von CL in Neuss-Nievenheim vertrieben. Die Wagen sind mit Metallradsätzen versehen. Ketten zwischen den Drehschemeln dienen der Lagegutsicherung.  Beide Wagen werden durch eine Kuppelstange verbunden. Die Kupplungen sind LGB-kompatibel. Der Preis für den Feldbahnwagen liegt bei knapp 50 Euro. Bei Bestellungen bis zum 30. April 2010 gilt ein Vorbestellpreis von 45,- Euro.

Waldbahn-Truck; Rechte: Champex-Linden

Waldbahn-Truck; Rechte: Champex-Linden

Seit November 2009 werden die ZT-Feldbahnwagen im Maßstab 1:22,5 von Champex-Linden verkauft. Zum Sortiment gehören neben den neuen Schemelwagen auch verschiedene Rungen- und Niederbordwagen, sowie eine Reihe von Ersatzteilen. Hinter ZT-Modellbahnen steht ein kleines schwäbisches Modellbahn-Unternehmen, das von Inhaberin Sabine Zeunert und ihrem Ehemann Martin betrieben wird. Martin Zeunert ist gelernter Werkzeugmacher der Fachrichtung Formbau und war sieben Jahre bei LGB beschäftigt. Zu den von ihm gestalteten Formen gehört unter anderem das LGBchen. Der Bau der Formen für die Feldbahnwagen liegt bereits einige Jahre zurück. Eine erste Serie entstand für einen früheren Verriebspartner. Nachdem die Lizenzrecht nun wieder bei Sabine  Zeunert liegen, konnte mit Champex-Linden ein neuer Vertriebspartner gefunden werden. Die Formen der Feldbahnwagen wurden zuletzt überarbeitet und das Sortiment mit CL abgestimmt.  Weitere Modelle sollen entstehen, wenn sich Angebot am Markt etabliert hat.

Eingegossener Minimotor im Rücken

Eingegossener Minimotor im Rücken

Unter dem Markennamen “Prehm-Miniaturen” bringt der Hersteller von Gartenbahn-Zubehör aus Duisburg Bewegung ans Gartenbahngleis. Zehn verschiedene Figuren (meist Handwerker) können über einen Mikromotor und kleine Zahnräder im Rücken ihre Arme bewegen und so eine typische Bewegung machen.  So hebt unter anderem ein Fotograf seine Kamera hoch, ein Bahnarbeiter nimmt das Signalhorn zum Mund und ein Schmied lässt einen Hammer auf dem Amboss fallen.  Alle Metall-Figuren sind frei von Blei und auch die Farbe ist laut Hersteller ohne Schwermetalle, so wie bereits bei den übrigen, unbeweglichen Figuren von Prehm-Modellbahn. Die knapp 70,- Euro teuren Figuren sollen im Herbst (Sptember/Oktober) in den Handel kommen.

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Neuheit F7 mit "Bulldoggennase"

Mit den LGB-Neuheiten 2010 scheint Märklin wohl den us-amerikanischen Markt ins Blickfeld gerückt zu haben. Mit den Formneuheiten des amerikanischen Klassikers, der dieselelektrischen F7 werden sicherlich weniger die europäische Gartenbahner angesprochen. Weit größer wird das Interesse an diesen detailliert nachgearbeiteten Modellen der A- und B-Unit der F7 in der Ausführung der Santa Fe-Bahngesellschaft wahrscheinlich in Übersee sein. Passend dazu bringt LGB/Märklin noch vier Modelle von Streamliner-Personenzugwaggons heraus. Entsprechend der Lok-Units in einer Epoche-III-Ausführung.

Auch viele andere Neuheiten von LGB/Märklin dürften sich bei amerikanischen Fans großer Beliebtheit erfreuen, wo bei es hier auch in Europa viele erfreute Gartenbahner geben wird. An erster Stelle ist das rhätische Krokodil zu nennen, das in seiner grünen Farbgebung der Epoche III entspricht. Hinzu kommen weitere Neuheiten aus dem Bereich der RhB. So etwa verschiedene Personen und Güterzugwagen, die meist Formvariaten darstellen. Neu im Programm sind auch der Triebwagen ABe 4/4 33 und die Elektrolok G 4/4 II.

Eine weitere Formvariante stellt das Modell der SSB Dieselok Am 4/4 dar, als Abwandlung der V200 der DB, die an die Schweizerische Bundesbahn verkauft und dort vor Bauzügen eingesetzt wurden.

Aus dem Bereich der Deutschen Reichbahn stammen zwei neue Fahrzeuge: Den Wismarer Schienenbus vom Typ Hannover hat LGB/Märklin in der Formvariante der Epoche III neu aufgelegt. In Ausführung der Epoche IV erscheint das Modell einer DR-Neubaulok der Baureihe 99 72.

Weichen mit einem Radius von 210 Zentimetern ergänzen das Gleissortiment des Herstellers aus Herford. Damit sei das Gleissystem nahezu komplett erklärt, Trainline-Inhaber Meik Schröder, der sich in Nürnberg dem Fachpublikum präsentiert. Die Weichen sind sowohl als hand- wie auch elektrisch betrieben zu bekommen, wobei ein ebenfalls neuer Antrieb verwendet wird, der zugleich digitale Signale verarbeitet. Polarisierte Herzstücke sind ebenso Standard der neuen Weichen, die es mit Messing- und vernickelten Profilen gibt. Neu im Gleissortiment sind auch verschiedene 45-Grad-Kreuzungen, zum Beispiel für einen Hosenträger. Eine doppelte Kreuzungsweiche wird aber auch künftig nicht im Gleissystem von Trainline zu finden sein. Für den Herstellungsaufwand werde diese Weiche zu selten nachgefragt, erklärt Meik Schöder den Gartenbahnnachrichten.

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Neues Modell der HSB Personenwagen

16 Seiten umfasst der Produktkatalog von Trainline 45 für das Jahr 2010 insgesamt.  Zur Überraschung beinhaltet er nicht nur die bekannte Funksteuerung (Traincontrol) und das Gleissystem (Trainline), sondern auch einen kleinen Fuhrpark von Personenwagen-Modellen der HSB sowie einen der RhB. Bei der Mehrzugsteuerung gibt es das Master-Handsteuergerät künftig in einer modernen 2.4 Ghz-Ausführung. Dekoder für Loks und Funktionsgeräte sind ebenso auf die neue Funkfrequenz ausgelegt, die in vielen anderen Modellbaubereichen bereits den alten Frequenbereich ersetzt hat. Damit aber auch noch alte Dekoder angesteuert werden können, ist das neue Handsteuergerät zusätzlich mit einem 433MHz-Sender ausgestattet. Wer seine bereits mit einem DCC-Dekoder ausgerüsteten Loks künftig per Funk ansteuern will, kann einen neuen Funkdekoder einbauen, der die Digitalsignale aus dem Gleis ersetzt. Zu den Lieferterminen gab es auf der Messe noch keine Angaben.

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XXL-Drehscheibe von Lotus-Lokstation

Kann es auch ein bischen mehr sein, wurde am Stand von Lotus Lokstation gefragt. Dort gab es das erste Exemplar einer XXL-Drehscheibe zu sehen. Mit einem Durchmesser von 120 Zentimetern ist sie 30 Zentimenter länger als das Standardmodell.  Damit ist auch für die größten Loks der Spurweiten i, II und IIm ausreichend Platz für eine perfekte Drehung. Laut Hersteller ist auch die große Variante in der gewonten Qualität, also aus pulverbeschichtetem Aluminium und Eiche-Echtholzplanken hergestellt. Der Preis liegt bei knapp 3.500 Euro. Individuell können auch Frehscheiben mit anderen Durchmessern hergestellt werden, erklärt das Team von Lotus-Lokstation aus Österreich.

Neu ist das Modell eines alten Bernina-Fahrzeuges im Maßstab 1:22,5. Die Lok DE 2/2 151 der RhB wird von Lotus Lokstation in verschiedenen Varianten gefertigt.  Unterschiedlich sind die  Lackierungen sowie die Stromabnehmer, entsprechend der jeweiligen Epoche. Alle Modelle bestehen aus Messing, Kunststoff und Holz. Auf Wunsch werden sie mit Digitaldecoder und Sound ausgestattet.

Pola-Neuheit 2010: Die Landbäckerei

Pola-Neuheit 2010: Die Landbäckerei

“Raus in den Garten”, ist der Pola-Neuheitenkatalog 2010 überschrieben. Angesichts des anhaltenden Winters weckt dies die Vorfreude auf die neue Gartenbahnsaison. Die Firma Faller trägt dazu mit mehreren Neuheiten bei. Der Trend zum Komplettset wird von dem Unternehmen aus Gütenbach dabei fortgesetzt. So ist das Gebäude einer kleinen Bäckerei mit Schaufenster, die im Juni in den Handel kommen soll, um einen Lieferwagen, Brotkörbe und anderes Bachwarenzubehör sowie einen Gesellen ergänzt. “Wir glauben, dass es für den Modellbauer interessant ist, eine ganze Szene nachbauen zu können”, erklärt Gerhard Kaltenbach dazu.  Entsprechend liegt dem Bausatz für ein “Wasserhaus” (Liefertermin: April 2010) eine passende Arbeitsfigur bei. Als Ergänzung zum Bootshaus ist eine Reparaturschuppen mit aufgebocktem Ruderboot und einem kleinen Segelboot gedacht (Liefertermin: April 2010). Die Neuauflage der Trafostation kommt voraussichtlich im Juni 2010 mit vier Strommasten, einem Dreirad-Service-Auto und Arbeiter in den Handel. Wer seinen Garten weiter “über Land” verkabeln will, bekommt ein Set mit zehn Strommasten-Modellen für Stark- und Schwachstrom.

Die Mehrzahl der Neuheiten bei Pola kommt dem Gartenbahner aber irgendwie bekannt vor. Grund: Einige der Neuheiten wurden aus bestehenden Formteilen neu kombiniert. Besonders fällt dies beim “Wasserhaus” auf, das sehr an eine vereinfachte Blockstelle erinnert. Dass Faller in diesem Jahr eher zurück haltenden auf dem Markt auftritt, will Gerhard Kaltenbach nicht widersprechen. Nach dem erfolgreich durchlaufenen Insolvenzverfahren blickt das Modellbau-Unternehmen verhalten optimistisch in die Zukunft, denn der gesamte Markt bleibt schwierig.

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