Die Aufgabe, die Matthias Regner von seinem Vater gestellt bekommen hatte, war klar umrissen: Ein neues Einsteigermodell für den potentiellen Echtdampffreund. Herausgekommen ist Max, die erste Eigenentwicklung von Matthias Regner. Was gestandene Echtdampf-Modellbahner vielleicht skeptisch betrachten werden, sieht aus dem Blickwinkel eines Neulings vielversprechend aus: Für knapp über 200 Euro eine dampfbetriebene Lok erwerben zu können, das reizt sicherlich nicht wenige Gartenbahner, ihr Hobby um diese Komponente zu erweitern. Mit Max könnte das Hause Regner ins Schwarze getroffen haben, auch wenn es ein paar kleine Einschränkungen gibt.

Matthias Regner mit 'seinem' Max

Matthias Regner mit 'seiner' Max

Um die Echtdampflok für rund 200 Euro Kaufpreis auf den Markt bringen zu können, musste Regner einfach konstruieren. Das fällt vor allem bei der Dampferzeugung auf. Statt mit dem sonst üblichen Gas wird Max mit Brennpaste angetrieben. Die wird in einem Tiegel unter den Kessel geschoben, der zuvor per mitgelieferter Spritze gespeißt wird. 40 Milliliter Wasser sind so dimensioniert, dass der Kessel nicht trocken läuft und reichen für eine Fahrt von etwa zehn Minuten. Dann ist der “Ofen” aus. Der Antrieb erfolgt über eine Getriebeuntersetzung direkt auf eine der beiden Achsen. Weil die Steuerung fehlt, kann Max nur in eine Richtung fahren.

Detailansicht (von Max (Lokführer gehört nicht zum Lieferumfang)

Detailansicht (von Max (Lokführer gehört nicht zum Lieferumfang)

Gestandene Echtdampfbahner wird dieses “Spielzeug” nicht zufrieden stellen können, doch Anfänger bekommen mit der Max nicht nur einen erschwinglichen Einstieg geboten, sondern können sich behutsam dem Thema Dampf nähern. Vor allem interessierte, aber technisch vielleicht weniger  versierte Modelldampfbahner können sich mit dem Betrieb einer “echten” Lok vertraut machen. Wer dann Spaß am Echtdampf gefunden hat, für den wird Max sicherlich nicht die letzte Echtdampflok bleiben.  Einen Erfahrungsbericht über Max werde ich im Frühjahr hier bei Gartenbahnnachrichten einstellen.

Neu ist aber nicht nur Max. Das Programm von Regner hat 2010 gleich mehrere Veränderungen erfahren. Bekannte Modell, wie die Emma, werden nicht mehr produziert. Dafür finden Neuheiten den Weg in den Jahreskatalog. So eine neue C-gekuppelte Feldbahnlok, die den Namen Betty trägt. Sie ist nach einem Vorbild von O&K gebaut worden. Fossily, ebenfalls neu in der Regner-Echtdampf-Familie, macht seinem Namen alle Ehre, denn sie wird mit den fossilen Brennstoffen Holz und Kohle betrieben.  Der Wermutstropfen am neuen Katalog: Viele altbekannte Modell wie Else, Frieda und Wilma fallen weg. Sie können nur noch bis Mitte 2010 geordert werden.

Heinz Knodel zeigt den Querschnitt eines Trassenelement

Heinz Knodel zeigt den Querschnitt eines Trassenelement

Bauunternehmer Heinz Knodel stellte ein neues, 50 Zentimeter langes Element seiner Betontrassenstücke vor. Anders als die längeren Varianten ist dieses nicht mit einem eingelassenen Eisendraht verstärkt. Wegen der kleineren Formats soll es aber ebenso stabil sein, wie die übrigen Formteile. Neben den Spurelementen bietet er weiterhin auch Viaduktesteine und Bruchstein-Verblendungen an.

Neuer Bahnhof aus der Modellwerkstatt

Neuer Bahnhof aus der Modellwerkstatt

Einen neuen Modellbausatz stellte Bertram Heyn beim Echtdampf-Hallentreffen vor. Es ist der Nachbau des Stationsgebäudes Calefeld der Kreisbahn Osterode-Kreiensen aus der Zeit der Jahrhundertwende. Das hübsche Kleinbahnhofmodell kostet 149,- Euro. Mit dem neuen Standort des Treffens in Karlsruhe zeigt sich Heyn sehr zufrieden.