Die Zeitschrift ‘Gartenbahn-Profi’ hat seit Beginn des Jahres eine neue Homepage. Das Design der Seite wurde nicht nur optisch modernisiert, sondern auch um weitere Elemente bereichert. Interessant ist vor allem der Nachrichten-Blog. Hier bekommen nicht nur Abonnenten der Zeitschrift aktuelle Informationen zu den Themenbereichen Spielwarenmesse und Gartenbahn-Profi. Nach eigenen Worten der Zeitschrift war es auch ein Ziel, den Servicebereich übersichtlicher zu gestalten, in dem es Download-Angebote zu den Printausgaben gibt. Neu ist auch ein Kalender, in dem auf interessante Veranstaltungen für Gartenbahner hingewiesen wird, zum Beispiel auf Faszination Modellbau in Karlsruhe (Stand: 23.01.11). Ein gelungenes Facelifting.

Echtdampf in Karlsruhe 2011

Echtdampf in Karlsruhe 2011

Zum zweiten Mal fand das Echtdampf-Hallentreffen vom 14. bis zum 16. Januar 2011 in der Messe Karlsruhe statt. Heiter bis wolkig war nicht nur das Wetter, sondern auch die Stimmung unter Besuchern, Teilnehmern und Ausstellern. Während die Witterung im Vorjahr noch für weniger gute Besucherzahlen sorgte, sahen einige Aussteller einen steigenden Trend. 20.000 Menschen kamen laut Veranstalter Messe Sinsheim in diesem Jahr zum Echtdampfevent. Neben den überwiegend eingefleischten Echtdampf-Fans tummelten sich auch zahlreiche Interessierte in den beiden Messehallen und blickten erstaunt auf die Vielfalt dampfbetriebener Fahrzeuge. Auch wenn das Flair von Sinsheim nicht übertragbar war, bilden sich verschiedene Vorzüge der Karlsruher Messehallen heraus. Vor allem die Höhe der Hallen wird von den Ausstellern als Gewinn betrachtet. Ausbaufähig ist dagegen die Vernetzung von Verkauf und Schauanlagen, insbesondere der großen Spurweiten, die wieder in der Halle 2 untergebracht waren. Hier hätten sich Aussteller und Besucher eine Verbindung gewünscht, damit sich auch neben den Ständen mehr Dampf breitmacht.

Neben vielen alt bekannten Ausstellern und Teilnehmern gab es auch dieses Jahr wieder einige Neulinge und Neuheiten beim Echtdampfhallentreffen. Einige davon werden die Gartenbahnnachrichten in den nächsten Tagen vorstellen.

Mit Holz beladener Waldbahntruck

Mit Holz beladener Waldbahntruck

Mit ein wenig Verspätung traf vor ein paar Wochen das Paket von Champex-Linden ein. Inhalt: Ein Waldbahntruck, der von der Firma Zeunert gebaut und vom Nievenheimer Fachhändler vertrieben wird. Die sonnigen Herbsttage boten eine ideale Gelegenheit das Modell zu testen. Damit dies in einer angemessenen Umgebung passierte, wurde eine “amerikanische” Gartenbahnanlage gewählt.

Der ersten Eindruck beim Auspacken des Kartons fällt positiv aus. Die beiden Drehschemelgestelle sind sehr Detail getreu. Durch die Metallachsen liegen die beiden Zweiachser schwerer in der Hand, als man es nächst zuvermutet. Dies wirkt sich auch beim Praxistest auf den Gleisen aus. Zunächst müssen die beiden Drehschemel mit einer (beiliegenden) Kuppelstange zu dem Waldbahntruck zusammengefügt werden. Zudem liegen zwei Haken bei, mit denen die Flaschenöffnerkupplungen ergänzt werden können. Mehr Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand ist nötig, um die Metallketten an den Rungen zu öffnen, damit das Ladegut platziert werden kann. Beladen mit einigen “Baumstämmen” geht es auf die Strecke. Dort zeigen sich die Qualitäten des Modells.

Die Metallradsätze und das Gewicht der Ladung sorgen für einen sicheren Lauf des Modells. Und auch der Sound des typischen Klackens an den Schienenstößen lassen den Gartenbahner erfreut aufhorchen. Nach den ersten Proberunden folgt einer erster Fahrtrichtungswechsel. Bewährt sich der Waldbahn-Truck auch wenn er geschoben wird? Die erste Weiche nähert sich, deren Zunge von den kleinen Metallrädern aufgeschnitten werden muss. Keine Problem für das Modell, das sicher in der Spur bleibt. Fazit: Der neue Waldbahntruck hat diesen Praxistest erfolgreich bestanden und wird nicht nur den Fans amerikanischer Waldeisenbahnen sicherlich Freude bereiten. Auch der Preis des Modells ist mit knapp 50,- Euro angemessen.  Ein kleiner Haken ist die Kupplung. Gerade, wer mit amerikanischen Modellen fährt, wird die entsprechende Klauenkuppung vermissen. Diese lässt sich zwar mit handwerklichem Geschick nachrüsten, bremst aber ein wenig die schnelle Fahrfreude nach dem Auspacken.

Modellbahnfans aus ganz Europa werden vom 18. bis 21. November in Köln erwartet. Organisiert von der Messegesellschaft Sinsheim, startet dort eine der größten Ausstellungen in Europa. Zu sehen sind nach Infiormationen des Veranstalters, neben allen nahmhaften Herstellern auch zwölf Schauanlagen. Für Freunde der Gartenbahn wird  die Anlage der Spur II-Projektgruppe Härtsfeldbahn besonders interessant sein. Sie  kommt mit der Anlage “Aalen-Härtsfeldbahn” nach Köln. Auf der Anlage ist der Bahnhof Aalen, eine Kiesgrube mit Verladestation und ein weiterer Bahnhof zu sehen. Ein kleines “Kino” für die Besucher zeigt Videofilme vom Vorbild der Bahnstrecke. Parallel zum Messe findet traditionell auch das Kölner Echtdampftreffen statt.

Aus beruflichen und privaten Gründen mussten die Gartenbahn-Nachrichten eine Auszeit nehmen. Jetzt geht es weiter. In den nächsten Tagen unter anderem mit einem Test des neuen Waldbahntrucks, den Champex-Linden vor wenigen Tagen ausgeliefert hat.

Auf der Messe, die vom 14. bis 18. April 2010 statt findet, sind auch verschiedene Anbieter für die Gartenbahn anzutreffen. Laut Ausstellerverzeichnis unter anderem Bloxxs, Modellbau-Werkstatt Bertram Heyn und PICO (Stand: 30.03.10). Sie sind überwiegend in Halle 6 anzutreffen. Eine aktuelle Übersicht der Hersteller gibt es auf der Homepage der Intermodellbau.

Die Aufgabe, die Matthias Regner von seinem Vater gestellt bekommen hatte, war klar umrissen: Ein neues Einsteigermodell für den potentiellen Echtdampffreund. Herausgekommen ist Max, die erste Eigenentwicklung von Matthias Regner. Was gestandene Echtdampf-Modellbahner vielleicht skeptisch betrachten werden, sieht aus dem Blickwinkel eines Neulings vielversprechend aus: Für knapp über 200 Euro eine dampfbetriebene Lok erwerben zu können, das reizt sicherlich nicht wenige Gartenbahner, ihr Hobby um diese Komponente zu erweitern. Mit Max könnte das Hause Regner ins Schwarze getroffen haben, auch wenn es ein paar kleine Einschränkungen gibt.

Matthias Regner mit 'seinem' Max

Matthias Regner mit 'seiner' Max

Um die Echtdampflok für rund 200 Euro Kaufpreis auf den Markt bringen zu können, musste Regner einfach konstruieren. Das fällt vor allem bei der Dampferzeugung auf. Statt mit dem sonst üblichen Gas wird Max mit Brennpaste angetrieben. Die wird in einem Tiegel unter den Kessel geschoben, der zuvor per mitgelieferter Spritze gespeißt wird. 40 Milliliter Wasser sind so dimensioniert, dass der Kessel nicht trocken läuft und reichen für eine Fahrt von etwa zehn Minuten. Dann ist der “Ofen” aus. Der Antrieb erfolgt über eine Getriebeuntersetzung direkt auf eine der beiden Achsen. Weil die Steuerung fehlt, kann Max nur in eine Richtung fahren.

Detailansicht (von Max (Lokführer gehört nicht zum Lieferumfang)

Detailansicht (von Max (Lokführer gehört nicht zum Lieferumfang)

Gestandene Echtdampfbahner wird dieses “Spielzeug” nicht zufrieden stellen können, doch Anfänger bekommen mit der Max nicht nur einen erschwinglichen Einstieg geboten, sondern können sich behutsam dem Thema Dampf nähern. Vor allem interessierte, aber technisch vielleicht weniger  versierte Modelldampfbahner können sich mit dem Betrieb einer “echten” Lok vertraut machen. Wer dann Spaß am Echtdampf gefunden hat, für den wird Max sicherlich nicht die letzte Echtdampflok bleiben.  Einen Erfahrungsbericht über Max werde ich im Frühjahr hier bei Gartenbahnnachrichten einstellen.

Neu ist aber nicht nur Max. Das Programm von Regner hat 2010 gleich mehrere Veränderungen erfahren. Bekannte Modell, wie die Emma, werden nicht mehr produziert. Dafür finden Neuheiten den Weg in den Jahreskatalog. So eine neue C-gekuppelte Feldbahnlok, die den Namen Betty trägt. Sie ist nach einem Vorbild von O&K gebaut worden. Fossily, ebenfalls neu in der Regner-Echtdampf-Familie, macht seinem Namen alle Ehre, denn sie wird mit den fossilen Brennstoffen Holz und Kohle betrieben.  Der Wermutstropfen am neuen Katalog: Viele altbekannte Modell wie Else, Frieda und Wilma fallen weg. Sie können nur noch bis Mitte 2010 geordert werden.

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