Hersteller-Nachrichten


Schienenverbinder von miha Modell+

Schienenverbinder von miha Modell+

Für Gartenbahner, die ihre Züge auf originalgetreue Gleise setzen, stellte miha Modell+ eine interessante Neuheit vor. Kurz vor dem Echtdampf-Hallentreffen in Karlsruhe hat Hartmut Klebsch nach eigenen Worten zwei Varianten eines Schienenverbinders fertig gestellt. Wie beim Vorbild werden die Schienenprofile am Steg mit zwei Laschen verbunden, die durch jeweils zwei Bolzenschrauben an den Profilen befestigt werden. Einer der beiden Schienenverbinder hat zusätzlich noch einen Fuß. Um die Montage der filigranen Verbinder einfacher zu machen, empfiehlt Klebsch keine Löcher zu bohren, sondern einen Nut in den Steg der Schiene zu fräsen. Der Preis für die Schienenverbinder steht noch nicht fest. ‚Gartenbahnnachrichten’ wird die neuen Schienenverbinder testen und darüber berichten.

Neu von miha Modellbau ist auch ein Schwerlastwagen für die Spurweite IIm, der mit Schienenprofilen beladen ist. Ein weiterer, für Spur I gebauter Waggon, soll eventuell auch in einer Spur-IIm-Variante gebaut werden.

Echtdampf-Hallentreffen 2011

Schwerlastwaggon Spur IIm

Am Mittwoch (19.01.11) hat Märklin die Neuheitenkataloge auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Auch für die Marke LGB gibt es eine Reihe interessanter Neuheiten. Deren Prospekt ist auf der Homepage von LGB in der Rubrik Service als PDF-Datei abrufbar. In wenigen Tagen werden einige neue Modelle erstmals der Fachpresse und dem Handel auf der Internationalen Spielwarenmesse vorgestellt. Highlights sind die beiden sächsischen Schmalspurloks IK und IIK.

Mit 68 Seiten zeigt der Neuheitenkatalog wieder einen gestiegenen Umfang. Einige der vorgestellten Modelle sind aber Neuauflagen älterer Modelle. Mit den Neuheiten zeigt sich, dass Märklin mit seiner Marke LGB auf drei Segmente zu setzen scheint: Neben den deutschen Schmalspurbahnen sind es schweizerische und amerikanische Fahrzeuge, die unter den Neuheiten zu finden sind.

Zum Jahreswechsel hatte bereits Piko seine Neuheiten 2011 veröffentlicht. Das Modell des deutschen Krokodils, der BR 194, ist dort das Highlight unter den Neuheiten. Neu sind auch die vierachsigen Personenzugwagen vom Typ Bnb, die so genannten Silberlinge. Eine amerikanische Tenderlokomotive der Rio Grande rundet die Pallette der Formneuheiten bei Piko ab. Außerdem gibt es auch hier mehrere bekannten Modelle in neuen Varianten, wie die BR 218 in City-Bahn-Lackierung.

Der Spielwarenhersteller, zu dem auch die Marke LGB gehört, ist laut Medienberichten gerettet. Möglich wurde dies, weil die Mehrheit der Gläubiger des Unternehmens dem vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt hat. Darin ist festgelegt, dass Märklin zunächst eine Summe von 33 Millionen Euro an seine Gläubiger zurückzahlt, die zudem weiter Eigentümer bleiben, bis ein Käufer gefunden ist. Das Geld hat das Unternehmen in den beiden vergangenen Jahren erwirtschaftet. Insgesamt beläuft sich die Summe offenen Forderungen aber auf rund 90 Millionen Euro. Von dem jetzt ausgezahlten Geld geht der größte Teil an drei Banken.

Das Traditionsunternehmen hatte Anfang 2009, im 150. Jahr seines Bestehens, Insolvenz anmelden müssen. Durch einen rigiden Sparkurs und eine Umstrukturierung konnte der Insolvenzverwalter Michael Pluta das Unternehmen wieder profitabel wirtschaften lassen. Mehr als 400 Arbeitsplätze fielen der “Rosskur” zum Opfer. Die beiden verbliebenen Produktionsstandorte in Göppingen und dem ungarischen Györ sollen nun gesichert sein. Ab Januar 2011 wird Märklin von Stefan Löbich als neuem Geschäftsführer geleitet. Er will zunächst das Deutschlandgeschäft in Ordnung bringen, um sich dann ausländischen Märkten zuzuwenden. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg sollen im Februar 2011 verschiedene neue Produkte vorgestellt werden. Auch die Suche nach einem Käufer für Märklin werde weiter gehen.

Mit Holz beladener Waldbahntruck

Mit Holz beladener Waldbahntruck

Mit ein wenig Verspätung traf vor ein paar Wochen das Paket von Champex-Linden ein. Inhalt: Ein Waldbahntruck, der von der Firma Zeunert gebaut und vom Nievenheimer Fachhändler vertrieben wird. Die sonnigen Herbsttage boten eine ideale Gelegenheit das Modell zu testen. Damit dies in einer angemessenen Umgebung passierte, wurde eine “amerikanische” Gartenbahnanlage gewählt.

Der ersten Eindruck beim Auspacken des Kartons fällt positiv aus. Die beiden Drehschemelgestelle sind sehr Detail getreu. Durch die Metallachsen liegen die beiden Zweiachser schwerer in der Hand, als man es nächst zuvermutet. Dies wirkt sich auch beim Praxistest auf den Gleisen aus. Zunächst müssen die beiden Drehschemel mit einer (beiliegenden) Kuppelstange zu dem Waldbahntruck zusammengefügt werden. Zudem liegen zwei Haken bei, mit denen die Flaschenöffnerkupplungen ergänzt werden können. Mehr Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand ist nötig, um die Metallketten an den Rungen zu öffnen, damit das Ladegut platziert werden kann. Beladen mit einigen “Baumstämmen” geht es auf die Strecke. Dort zeigen sich die Qualitäten des Modells.

Die Metallradsätze und das Gewicht der Ladung sorgen für einen sicheren Lauf des Modells. Und auch der Sound des typischen Klackens an den Schienenstößen lassen den Gartenbahner erfreut aufhorchen. Nach den ersten Proberunden folgt einer erster Fahrtrichtungswechsel. Bewährt sich der Waldbahn-Truck auch wenn er geschoben wird? Die erste Weiche nähert sich, deren Zunge von den kleinen Metallrädern aufgeschnitten werden muss. Keine Problem für das Modell, das sicher in der Spur bleibt. Fazit: Der neue Waldbahntruck hat diesen Praxistest erfolgreich bestanden und wird nicht nur den Fans amerikanischer Waldeisenbahnen sicherlich Freude bereiten. Auch der Preis des Modells ist mit knapp 50,- Euro angemessen.  Ein kleiner Haken ist die Kupplung. Gerade, wer mit amerikanischen Modellen fährt, wird die entsprechende Klauenkuppung vermissen. Diese lässt sich zwar mit handwerklichem Geschick nachrüsten, bremst aber ein wenig die schnelle Fahrfreude nach dem Auspacken.

100408_T2-SH_dietz

In der Werkstatt der Jochachim Dietz entsteht in diesen Tagen die erste Serie eines neuen Triebwagens-Modells. Das heißt, ganz so neu ist dieser Triebwagen gar nicht, denn es ist eine Variante des bereits bekannten Modells der Kleinbahn AG Hachenburg-Selters.

Als Neuheit bringt Champex-Linden (CL) ab Ende Mai 2010 zwei Drehschemelwagen heraus, deren Vorbild auf vielen europäischen Waldbahnen zum Einsatz kam. Die “Waldbahn-Trucks” werden von ZT-Modellbahnen in Schwaben produziert und exklusiv von CL in Neuss-Nievenheim vertrieben. Die Wagen sind mit Metallradsätzen versehen. Ketten zwischen den Drehschemeln dienen der Lagegutsicherung.  Beide Wagen werden durch eine Kuppelstange verbunden. Die Kupplungen sind LGB-kompatibel. Der Preis für den Feldbahnwagen liegt bei knapp 50 Euro. Bei Bestellungen bis zum 30. April 2010 gilt ein Vorbestellpreis von 45,- Euro.

Waldbahn-Truck; Rechte: Champex-Linden

Waldbahn-Truck; Rechte: Champex-Linden

Seit November 2009 werden die ZT-Feldbahnwagen im Maßstab 1:22,5 von Champex-Linden verkauft. Zum Sortiment gehören neben den neuen Schemelwagen auch verschiedene Rungen- und Niederbordwagen, sowie eine Reihe von Ersatzteilen. Hinter ZT-Modellbahnen steht ein kleines schwäbisches Modellbahn-Unternehmen, das von Inhaberin Sabine Zeunert und ihrem Ehemann Martin betrieben wird. Martin Zeunert ist gelernter Werkzeugmacher der Fachrichtung Formbau und war sieben Jahre bei LGB beschäftigt. Zu den von ihm gestalteten Formen gehört unter anderem das LGBchen. Der Bau der Formen für die Feldbahnwagen liegt bereits einige Jahre zurück. Eine erste Serie entstand für einen früheren Verriebspartner. Nachdem die Lizenzrecht nun wieder bei Sabine  Zeunert liegen, konnte mit Champex-Linden ein neuer Vertriebspartner gefunden werden. Die Formen der Feldbahnwagen wurden zuletzt überarbeitet und das Sortiment mit CL abgestimmt.  Weitere Modelle sollen entstehen, wenn sich Angebot am Markt etabliert hat.

Der Spezialist für Modellbahntechnik aus dem Schwarzwald hat sein Kehrschleifenmodul überarbeitet. Nach eigenen Angaben wurde die Mikroprozessorsteuerung überarbeitet, um die Funktionssicherheit zu verbessern. So soll verhindert werden, dass verschmutzte Räder zu Fehlfunktionen des Moduls führen können. Das überarbeitete Modul kommt im April 2010 ohne Preisveränderung in den Handel.

Für die Brawa Damflok G4/5 (RhB) hat Dietz sich etwas einfallen lassen, um die Verdampferleistung zu erhöhen. Dazu wurde der Verdampfer modifiziert und die Tenderplatine erhielt einen neuen Steuer-Chip. Für das Tuning müssen Interessierte den Verdampfer und den Tender ihrer G4/5 einschicken. Elektronik-Experten können alternativ auch nur den Chip aus dem Tender ausbauen und zum Umprogrammieren einsenden.  Die Kosten für das komplette Update liegen laut Dietz bei Euro 59.–.

Eingegossener Minimotor im Rücken

Eingegossener Minimotor im Rücken

Unter dem Markennamen “Prehm-Miniaturen” bringt der Hersteller von Gartenbahn-Zubehör aus Duisburg Bewegung ans Gartenbahngleis. Zehn verschiedene Figuren (meist Handwerker) können über einen Mikromotor und kleine Zahnräder im Rücken ihre Arme bewegen und so eine typische Bewegung machen.  So hebt unter anderem ein Fotograf seine Kamera hoch, ein Bahnarbeiter nimmt das Signalhorn zum Mund und ein Schmied lässt einen Hammer auf dem Amboss fallen.  Alle Metall-Figuren sind frei von Blei und auch die Farbe ist laut Hersteller ohne Schwermetalle, so wie bereits bei den übrigen, unbeweglichen Figuren von Prehm-Modellbahn. Die knapp 70,- Euro teuren Figuren sollen im Herbst (Sptember/Oktober) in den Handel kommen.

Nächste Seite »