Der Spielwarenhersteller, zu dem auch die Marke LGB gehört, ist laut Medienberichten gerettet. Möglich wurde dies, weil die Mehrheit der Gläubiger des Unternehmens dem vorgelegten Insolvenzplan zugestimmt hat. Darin ist festgelegt, dass Märklin zunächst eine Summe von 33 Millionen Euro an seine Gläubiger zurückzahlt, die zudem weiter Eigentümer bleiben, bis ein Käufer gefunden ist. Das Geld hat das Unternehmen in den beiden vergangenen Jahren erwirtschaftet. Insgesamt beläuft sich die Summe offenen Forderungen aber auf rund 90 Millionen Euro. Von dem jetzt ausgezahlten Geld geht der größte Teil an drei Banken.

Das Traditionsunternehmen hatte Anfang 2009, im 150. Jahr seines Bestehens, Insolvenz anmelden müssen. Durch einen rigiden Sparkurs und eine Umstrukturierung konnte der Insolvenzverwalter Michael Pluta das Unternehmen wieder profitabel wirtschaften lassen. Mehr als 400 Arbeitsplätze fielen der “Rosskur” zum Opfer. Die beiden verbliebenen Produktionsstandorte in Göppingen und dem ungarischen Györ sollen nun gesichert sein. Ab Januar 2011 wird Märklin von Stefan Löbich als neuem Geschäftsführer geleitet. Er will zunächst das Deutschlandgeschäft in Ordnung bringen, um sich dann ausländischen Märkten zuzuwenden. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg sollen im Februar 2011 verschiedene neue Produkte vorgestellt werden. Auch die Suche nach einem Käufer für Märklin werde weiter gehen.